Gefahrenzeit Weihnachten

Jährlich ereignen sich 12.000 Schadenfälle in der Weihnachts- und Adventszeit. Die Dekoration geht in Flammen auf – und nicht selten ist der Christbaum Ausgangspunkt kleinerer oder größerer Brände. Auch aus der Steckdose droht Gefahr: Zu keinem Zeitpunkt im Jahr werden so viele Elektrogeräte genutzt wie an Weihnachten, was wiederum ein erhöhtes Kurzschlussrisiko bedingt.

Deutlicher Schadenanstieg

Nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) entstehen im Dezember deutlich mehr Feuerschäden als in den übrigen Wintermonaten. Dies führt der GDV insbesondere auf brennende Adventsgestecke oder Weihnachtsbäume und Unachtsamkeit bei der Silvesterknallerei zurück.

Im allgemeinen Stimmungshoch wird schnell vergessen, wie gefährlich bereits eine kleine Kerze sein kann. Steht sie zu nah an der Gardine oder wurde sie nicht richtig befestigt, kann ein gemütlicher (Vor-)Weihnachtsabend schnell einen schlimmen Verlauf nehmen. Oberstes Gebot: Aufmerksamkeit! Lassen Sie Kerzen niemals aus den Augen. Wechseln Sie sie rechtzeitig, bevor sie zu kurz werden und Äste in Brand geraten. Haben Sie immer einen Feuerlöscher, einen Eimer Sand oder Wasser in greifbarer Nähe, um im Ernstfall schnell reagieren zu können.

Erhöhter Stromverbrauch

Der Stromverbrauch steigt am 25. Dezember von durchschnittlich 9 auf 12 kWh pro Haushalt, so der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft. Hochgerechnet auf rund 40 Millionen Haushalte in Deutschland ergibt sich daraus ein zusätzlicher Verbrauch von etwa 120.000.000 kWh. Der Grund: Es brutzelt in nahezu allen Backöfen und auf den Herdplatten, die Fenster sind hell erleuchtet und auch in den Räumen blinkt es nur so vor stimmungsvoller elektrischer Dekoration. Die Zahl gefährlicher Kurzschlüsse nimmt damit ebenfalls zu.