Neue Regeln im Strassenverkehr

2015 werden wieder einige Gesetzesänderungen wirksam, von denen Sie als Autofahrer betroffen sind.


Auto online abmelden
Seit dem 1. Januar dieses Jahres zugelassene Fahrzeuge können später beim Kraftfahrt-Bundesamt online abgemeldet werden. Voraussetzung sind die neuen Wappenplaketten auf den Nummernschildern und im Fahrzeugschein. Diese gibt es ab sofort für neu angemeldete Autos. Die Plaketten verbergen Sicherheitscodes unter dem Landeswappen. Wer den Aufkleber entfernt, bekommt sie zu sehen. Codes, Ausweisdaten und Fahrzeugkennzeichen im Computer eingeben, dann noch ein Klick und das Auto ist abgemeldet. Die Bestätigung erhalten Sie per Post.

Autokennzeichen dürfen mit umziehen
Sie dürfen Ihr Kennzeichen bei Umzügen in ganz Deutschland mitnehmen. Die Pflicht zur „Umkennzeichnung“ für den neuen Zulassungsbezirk ist entfallen. Das spart aber nur die Kosten für neue Schilder. Ummelden müssen Sie den Wagen trotzdem, das kostet im Schnitt 26 EUR. Der Tarif Ihrer Kfz-Versicherung richtet sich weiter nach dem Wohnort des Fahrzeughalters.

Fahrzeugprüfung
Die Hauptuntersuchung wird ab Sommer 2015 strenger: Dekra und TÜV untersuchen elektronische Sicherheitssysteme wie Airbag und Spurwechselassistenten sowie die Bremsen künftig mit einem neuen Prüfadapter.

Neue Verbandskästen
Die Ausstattungsliste für Kfz-Verbandskästen wurde geändert. Seit Jahresbeginn 2015 dürfen nur noch Kästen verkauft werden, die die neuen Bestandteile enthalten. Das sind Fertigpflaster, feuchte Hautreinigungstücher und ein zusätzliches Verbandspäckchen. Sie müssen jedoch keinen neuen Verbandskasten kaufen: Im Handel gibt es passende Ergänzungssets für wenige Euro. Den alten Kasten dürfen Sie bis zum Erreichen des Verfallsdatums weiter nutzen.

Abgasnorm Euro 6
Ab 1. September 2015 gelten für neue Dieselautos strengere Abgasgrenzwerte. Die Obergrenze für Stickoxid sinkt auf 80 mg pro gefahrenem Kilometer. Auch der Grenzwert für Kohlenwasserstoffe sinkt. Die Summe aus Kohlenwasserstoff und Stickoxiden darf 170 mg pro Kilometer nicht übersteigen. Um das zu erreichen, setzen die Fahrzeugbauer neue Katalysatoren ein. Die könnten viele Dieselfahrzeuge deutlich verteuern, laut Herstellern um bis zu vierstellige Beträge.